Hit the Road

Sommer 2013: Eine Gruppe junger Menschen unterwegs in einem Bus. Sie sind ein Filmteam. Sie drehen einen Dokumentarfilm über Kinder und Jugendliche, die tanzen, Theater spielen, malen, Spiele erfinden, Musik machen, Kunststücke üben, Geschichten schreiben, Kultklamotten schneidern oder begehbare Wesen aus Lehm bauen. Und über sich selbst, auf dem Weg, auf der Suche – einen Film über merkwürdige Begegnungen, berührende Geschichten und verrückte Ideen. Am Ende steht ein Film der ganz anderen Art über das, was andere Kulturelle Bildung nennen. Ein Roadmovie, das aus einem ungewohnten, authentischen und subjektiven Blickwinkel das wahre Leben hinter dem abstrakten Begriff zeigt. Eine Filmemacherin und ein Medienpädagoge unterstützen die Crew.

Das von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) initiierte Filmprojekt fördert in doppelte Hinsicht Stärken zu Tage. Zum einen haben die Mitglieder der Filmcrew die Chance die Kunst und das Handwerk des Filmemachens zu erlernen und so ihr filmisches Talent zu entfalten. Zum anderen wird im Film selbst deutlich, was Jugendlichen leisten können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Deutlich wird, es kommt nicht allein auf künstlerische Talente für die Tanz-, Theater- oder Konzertbühne an. Mindestens genauso wichtig sind die Begeisterung für die eigene Idee, Selbstbewusstsein, Ausdauer und Durchhaltevermögen.

Hintergrund

Partizipation und Stärkenorientierung werden in kultureller Bildungs- und Jugendarbeit groß geschrieben: Kindern und Jugendlichen Raum und Zeit zur selbstbestimmten Entfaltung ihrer Stärken und Talente geben, ist das handlungsleitende Prinzip. Anders sieht es auf der „Metaebene“ aus: In Fachdiskursen werden die Perspektiven und Erfahrungen derer, die die Angebote wahrnehmen (sollen), noch viel zu wenig berücksichtigt. Fachkräfte und Entscheider reden immer noch viel zu viel ÜBER Kinder und Jugendliche und zu wenig MIT ihnen. Es fehlen erprobte Konzepte und guten Ideen, wie sich Beteiligung realisieren lässt: ohne Menschen vorzuführen oder ihnen nur Alibi-Rollen zu geben.

Deshalb haben die BKJ und das jfc Medienzentrum Köln mit dem „Roadmovie Kulturelle Bildung“ (Arbeitstitel) ein Experiment gewagt: Hier verhandeln nicht Fachkräfte und Bildungreferentinnen die Potenziale und Gelingensbedingungen Kultureller Bildung, sondern die, die es betrifft. Und zwar vor und hinter Kamera. Das medienpädagogisches Projekt gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, am Fach-Diskurs aktiv teilzunehmen und sich mit ihrer Sicht einzubringen.

Fertig wird der Film voraussichtlich Ende November 2013. Geplant ist, dass die teilnehmenden Jugendlichen ihren Film dem bundesweiten Publikum (Jugendlichen, Fachkräfte, Künstler/innen, Kulturpädagog/Innen, Abgeordnete etc.) selbst präsentieren, zum Beispiel im Rahmen des BKJ-Jubiläumsfests, beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag und weiteren Events.

Damit der Film außerdem in einem Kölner Kino eine amtliche Prmiere feiern kann, bewerben wir uns gerade um eine Förderung der Deutschen Kinder- und Jugenstiftung über das Portal www.1setzen.de. Wer uns unterstützen möchte, kann hier für uns voten! Wir brauchen mindestens 250 Stimmen!

Roadmovie Kulturelle Bildung auf 1setzen.de 

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